Arequipa in Peru – Die weiße Stadt

Arequipa ist die zweitgrößte Stadt in Peru und die wohl wichtigste im Süden des Landes. Jeder Besucher wird von der ersten Sekunde an von dieser wunderschönen Stadt fasziniert sein. Wunderschöne, historische Bauten, viel Grün, ein mildes und sonniges Klima und eine eindrucksvolle landschaftliche Kulisse ziehen jeden in seinen Bann.

Sie ist die Hauptstadt der gleichnamigen Region und liegt mitten zwischen mehreren Vulkanen. Arequipa ist das kulturell, wirtschaftliche und politische Zentrum des südlichen Perus. Auf einer Höhe von 2.300 m leben hier rund 783.000 Einwohner.

Sie wird auch die weiße Stadt genannt, was wohl einerseits an den aus weißem, vulkanischem Sillar-Gestein erbauten Gebäuden liegt, als auch daran, dass hier früher nur spanischstämmige Bewohner mit hellerer Hautfarbe lebten. Diese hatten den eigentlichen Einheimischen verboten in der Innenstadt zu leben.

Zahlreichen archäologischen Funden zufolge lebten hier bereits 8.000 v. Chr. Menschen. Doch an Gewicht gewann die Stadt erst als sie etwa 1250 in das Inka-Reich einverleibt wurde. Im Jahr 1537 kamen dann schließlich die spanischen Konquistadoren und gründeten hier am 15. August 1540 die Stadt mit dem klingenden Namen „Villa de Nuestra Señora de la Asunción del Valle Hermoso de Arequipa“, kurz Arequipa. Auf dieses Gründungsdatum sind die heutigen Bewohner immer noch stolz. Jedes Jahr wird dieser Tag ausgiebig in einem bunten Spektakel gefeiert.

Schnell entwickelte sich sich Arequipa zu einem bedeutenden Handelszentrum, was der Bau einer Eisenbahn im Jahr 1870 noch verstärkte, da sie nun direkt mit einem Hafen und den Städten Cusco und Puno verbunden war.

2000 machte die UNESCO die Altstadt von Arequipa zum Weltkulturerbe. Und dies zurecht, denn einige wirklich prächtige Bauten haben die Zeiten gut überdauert, obwohl die Region wegen der Vulkane ständig von Erdbeben heimgesucht wird. Im Durchschnitt gibt es ganze zwölf Mal täglich Erdbewegungen.

Die Kathedrale von Arequipa musste aufgrund dieser Erdbeben häufig restauriert werden, hat aber dadurch nichts an ihrer Schönheit eingebüßt. Sie ist einzigartig in Peru, da sie die gesamte Längsseite der Plaza de Armas einninmt. Ihre Kanzel stammt aus Frankreich, die Orgel aus Belgien und der meiste Marmor der tollen Verziehrungen aus Italien. Zudem gehört sie zu den weniger als 100 Kirchen weltweit, die die Flagge des Vatikan hissen darf.

Weitere wichtige Sehenswürdigkeiten sind das Kloster Catalina, in dem fast 400 Jahre Nonnen eine eigene kleine Stadt in Arequipa aufgebaut haben und dort abgeschottet von der Außenwelt einen unermesslichen Reichtum gehortet haben, die Iglesia de la Compañí, die barocke Bauelemente mit der indigenen Kultur vermischt, und natürlich etliche Museen, Bibliotheken und Märkte. Hier sei noch kurz der Mercado San Camillo erwähnt, dessen Dach von Gustave Eiffel, dem Erbauer des Eiffelturms entworfen wurde.

In Arequipa gibt es immer was zu sehen…

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