Bali – die „Insel der Götter“

„Insel der Götter“ nennen die Balinesen ihr Eiland im Indischen Ozean. Ihre knapp 5.600 Quadratkilometer große Heimat, eine der kleinsten der insgesamt 17.500 Inseln des Archipels Indonesien, besticht mit Sandstränden, sattgrünen Reisterrassen und prächtigen Tempelanlagen.


Bali Reisfelder


Ein Paradies auf Erden

Vier Millionen Menschen leben auf der paradiesischen Insel Bali mit der Hauptstadt Denpasar – ein jeder von ihnen wohl ein echter Glückspilz, auf diesem schönen Fleckchen Erde wohnen zu dürfen. In den dreißiger Jahren noch war das hinduistisch geprägte Bali ein Geheimtipp sowohl unter östlichen als auch westlichen Künstlern. In den Sechzigern kamen zunehmend Hippies und Globetrotter auf die Insel. Sie bereiteten damit den Boden für Pauschalreisende aus aller Welt: die vier Millionen Balinesen zählen heute rund eine Million Besucher pro Jahr.

Üppige Landschaften mit sattgrünen Reisterrassen

Aufgrund des Reisanbaus, von dem das Landschaftsbild stark geprägt ist, wird Bali gern als die Reiskammer Indonesiens bezeichnet. Das feuchte balinesische Hochland dagegen hat etwas Mystisches: hier im Nebelwald erwarten den Besucher Nebel verhangene Berge und Schluchten. Im unwegsamen Westen der Insel befinden sich die Dschungelwälder, wo tropische Blütenbäume wie Frangipani und Hibiskus wachsen.

In den trockeneren Gebieten wachsen vor allem Schraubenbäume und die herrlich exotischen Palmyrapalmen. Glühende Lavaströme zerstörten einst große Teile auf der Vulkaninsel – die Strände im Norden sind auch heute noch von Asche schwarz verfärbt und bei Kennern daher besonders beliebt. Dieser Küstenstrich ist längst nicht so stark besucht wie die kilometerlangen weißen Strände im Süden der Insel. Die traumhafte Südküste ist bei tropischen Temperaturen um etwa 30 Grad und hoher Luftfeuchtigkeit das Ballungsgebiet und Mekka für alle Badeurlauber, Sonnenanbeter und Nachtschwärmer.

Rund um die Insel erstrecken sich mehrere Tauchgebiete. Besonders beliebt ist Balis Ostküste, wo es ausgedehnte Korallenriffe gibt, die eine malerisch-bunte Unterwasserwelt offenbaren: faszinierende Lebewesen wie Doktorfische, Kaiserfische, Schlangensterne, Einsiedlerkrebse und Muscheln kann man hier beobachten.

Balis prächtige Tempelanlagen

Bali ist von atemberaubenden hinduistischen Tempeln geprägt. Der Tempel Pura Besakih (der „Muttertempel“ aller balinesischen Tempel) ist das bedeutendste Heiligtum der Insel und wurde vermutlich im 8. Jahrhundert gegründet. Er befindet sich in 950 Metern Höhe am Südwesthang des Gunung Agung, einem noch immer aktiven Vulkan, und ist seit 1995 UNESCO-Weltkulturerbe. Die gesamte Anlage besteht aus mehr als 200 Gebäuden, zu denen mehrstufige Türme, offene Pavillons uns geschlossene Gebäude zählen.

Einmal jährlich veranstalten die balinesischen Gläubigen in dem Tempelkomplex des Pura Besakih bei Vollmond ein großes Fest, wenn dem Glauben nach die Rajas (indische Herrscher) Balis erscheinen und ihren Vorfahren opfern.

So sehenswert wie außergewöhnlich ist der „Meerestempel“ Pura Tanah Lot, der sich auf einer Felsspitze im Meer dicht am Ufer der Südwestküste Balis befindet. Ebenfalls zu empfehlen ist der Pura Ulun Danu Bratan, ein Wassertempel, der sich in 1.200 Metern Höhe an einem Vulkansee befindet. Seine Innenräume zieren prächtige Buddha-Statuen.

Fotoquelle: Dudarev Mikhail – Fotolia

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