Basilica di San Pietro in Vaticano: Der Petersdom

Neben dem Kolosseum gehört der Petersdom zu den Wahrzeichen Roms, obwohl er sich genau genommen ja nicht in der italienischen Hauptstadt, sondern im Vatikan-Staat befindet.

Trotzdem ist der Petersdom ein absolutes Muss für alle Rom-Besucher. Nicht weil er das Herz des Vatikans und der weltliche Mittelpunkt der katholischen Kirche ist. Nicht weil in seinen Katakomben die Päpste ruhen und man hier Geschichte hautnah erleben kann. Und auch nicht weil er in jedem Reiseführer als Touristenziel angepriesen wird. Sondern weil er eine wirkliche architektonische Meisterleistung darstellt, deren Anblick spätestens beim Eintritt in die Innenräume tatsächlich atemberaubend ist.

Der Petersdom: Prachtbau im Vatikan

Die Basilica di San Pietro in Vaticano, besser bekannt als St. Peter oder Petersdom, ist ein Repräsentativbau, wie ihn sich die katholische Kirche nicht prachtvoller wünschen könnte. Allein die schieren Dimensionen des Doms, der eine Grundfläche von über 15.000 Quadratmeter aufweist, versetzt jeden Besucher in Erstaunen. Die clever konstruierte Anlage der Kollonaden, der zwei den Petersplatz umfassenden Säulengänge, führt den Betrachter wortwörtlich direkt auf die beeindruckende Fassade zu, doch das eigentliche Highlight erwartet ihn erst im Inneren.

Denn dort wird das Ausmaß der Kirche erst richtig deutlich. 20.000 Menschen finden hier auf einmal Platz, so gewaltig ist der Innenraum des Petersdoms. Die Kuppel erhebt sich mit einem Durchmesser von gut 42 Metern in einer Höhe von mehr als 130 Metern. Darunter steht der Hauptaltar, den Gian Lorenzo Bernini im 17. Jahrhundert mit einem bronzenen Baldachin auf 20 Meter hohen Säulen überdachte. Rund 800 weitere Säulen, 45 Altäre und zahllose Statuen und Reliefs schmücken den Innenraum der Kirche, sodass der Betrachter kaum weiß, wohin er seinen erstaunten Blick zuerst lenken soll.

Das Herz des Vatikan: Die Basilia St. Peter

Die Vollendung, mit welcher sich der Petersdom heute präsentiert, lässt zwar auf eine lange und schwierige Bauzeit und unendliche Mühen schließen, doch seine wechselhafte Geschichte lässt sich an dem Bau selbst glücklicherweise heute nicht mehr ablesen. Anstelle der alten Kirche, direkt über dem vermuteten Grab des Heiligen Petrus, wurde der Neubau einer Basilika im Jahre 1506 begonnen, doch erst 120 Jahre später wurde der Petersdom geweiht. Von den ursprünglichen Entwürfen des Baumeisters Donato Bramante über die Erweitung von Michelangelo bis hin zur Fertigstellung unter Bernini versuchten sich mehr als ein halbes Dutzend Bauleiter an dem Projekt.

Heute ist die Pracht des Petersdoms auf der ganzen Welt berühmt, und nicht nur Millionen gläubiger Katholiken stehen jedes Jahr in dem 5-schiffigen Bau und staunen über diese architektonische Schönheit. Der beeindruckendste Moment bleibt der, in dem man die Kirche zum allerersten Mal mit offenen Augen betritt, und dieses Erlebnis sollte kein Besucher versäumen. Wer sich also in Rom aufhält, sollte sich einen Abstecher zum Vatikan nicht entgehen lassen – und bei der Gelegenheit auch die Vatikanischen Museen aufsuchen.