Land der Extreme

China ist seit einigen Jahren in aller Munde – nicht nur in der Presse. Leider nicht immer unter positiven Vorzeichen – man neigt dazu, das riesige asiatische Land mit über 1,43 Milliarden Einwohnern ein wenig als Angstgegner zu sehen. Produktpiraterie und Menschenrechte kommen zur Sprache und ganz allgemein die gewaltige und stetig wachsende Wirtschaftsmacht des Landes.

Dabei hat das Reich der Mitte doch so viel Schönes zu bieten, weshalb auch viele Reisende das Land als lohnenswertes Ziel entdeckt haben. Angefangen von den auch hierzulande bekannten Städten wie Beijing und Shanghai bis hin zu oft noch völlig unbekannten Gegenden.

Hauptstadt Peking

Beijing, bzw. Peking, die „nördliche Hauptstadt“, hat trotz der rasant fortschreitenden Modernisierung Chinas noch eine Menge historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Den Kaiserpalast beispielsweise, auch als verbotene Stadt bekannt. Hier lebten jahrhundertelang die Herrscher Chinas, bis hin zum letzten Kaiser, der bis 1912 dort residierte. Aber auch der Sommerpalast ist überaus sehenswert, sowie der Himmelstempel und einige der alten Wohnviertel mit ihren Hofhäusern und den engen Gassen.

Moderne Metropole Shanghai

Wer es gerne richtig modern mag, der wählt Shanghai als Ziel. Die Stadt hat in wenigen Jahrzehnten mehrere tausend Wolkenkratzer gebaut, darunter das Shanghai World Financial Center mit 492 Metern Höhe und der Jin Mao Tower mit 421 Metern. Zudem verkehrt hier zwischen Stadt und Flughafen der weltweit einzige kommerziell betriebene Transrapid-Zug mit einer Höchstgeschwindigkeit von 430 km/h.

Geheimtipps in China

Aber auch hierzulande noch völlig unbekannte Städte wie Chongqing locken immer mehr Besucher an. Auf einer Halbinsel beim Zusammenfluss von Yangtse und Jialing gelegen, beherbergt sie fast 30 Millionen Einwohner und ist damit die größte Stadt der Welt. Hierher gelangt man entweder mit dem Flugzeug oder man fährt den Yangtse-Fluss hinauf. Dabei passiert man noch ganz nebenbei den riesigen Drei-Schluchten-Staudamm und die anschließenden drei Schluchten, die dem Damm seinen Namen gegeben haben. Wer es gerne abgeschieden mag, dem sei Chinas Nordwesten empfohlen, hier lässt es sich auf den historischen Routen der Seidenstraße wandeln. Oder man fährt mit dem Zug die Strecke von Peking nach Tibet hinauf, die höchstgelegene Eisenbahn der Welt, übrigens.
Foto: XtravaganT