Das Kolosseum in Rom

Denkt man an Rom fallen einem sicherlich nicht nur der Vatikan und die unzähligen Brunnen ein, sondern wohl auch oder vor allem das Kolosseum ein. Es zählt zu den herausragensten architektonischen und logistischen Meisterwerken der Welt. 2007 wurde es von Millionen Menschen weltweit zu einem der „neuen sieben Weltwunder“ gewählt.

Im Jahr 72 n. Chr. von Kaiser Vespasian in Auftrag gegeben und von seinem Sohn Titus 80 n. Chr. vollendet, wurde das Kolosseum mit einem hundertägigen Fest eröffnet.

Es ist wurde ellipsenförmig gebaut und hat einen Umfang von 527 m und ist 48 m hoch. Vier Ebenen boten rund 50.000 Zuschauern nach Ständen geordnet Platz. Das erste Geschoss wurde im toskanischen, das zweite im ionischen, das dritte im korintischen und das vierte in einem einfachen, massiven Stil gestaltet. Zusätzlich gab es noch eine extra Loge für den Kaiser und sein Gefolge.

Über 80 Eingänge, Aufzüge und ein ausgeklügeltes Treppen- und Gangsystem sorgten dafür, dass die gesammte Arena innerhalb von 15 Minuten mit Zuschauern gefüllt werden konnte. Die gesamte Arena war unterkellert, von wo aus durch Winden und Flachenzüge blitzschnell die Kulissen wechslen konnten. Zeitweise soll man es sogargeflutet habe um Seeschlachten nachzustellen.

Über den Rängen konnte ein riesengroßes Sonnensegel gespannt werden, das die Zuschauer vor Regen oder Hitze schützte. „Imbissbuden“ sorgten für das leibliche Wohl des Publikums, so dass das Kolosseum einem heutigen Stadion oder einer Konzerthalle wohl in nichts nachgestanden hat.

Nur schätzten die Römer weit blutigere Unterhaltung. Am beliebtesten waren Gladiatoren- oder Tierkämpfe, wobei je exotischer das Tier desto besser. Es waren immer Kämpfe auf Leben und Tod. Auch Hinrichtungen, besonders den Verurteilten den wilden Tieren lebendig zum Fraß vorzuwerfen, erfreuten sich beim Publikum größter Beliebtheit. Nach aktuellen Schätzungen wurden im Kolosseum wohl insgesamt an die 500.000 Menschen und weit über eine Million Tiere getötet.

Die Gladiatoren waren nicht nur Sklaven oder Kriegsgefangene, sondern auch ganz normale römische Bürder oder sogar Adelige meldeteb sich freiwillig zum Kampf. Wohl vor allem , da die Gladiatoren wie heutige Popstars gefeiert wurden.

Aufgrund der brutalen Spiele wurde das Kolosseum 1999 zum Monument gegen die Todesstrafe erklärt. Jedesmal, wenn irgendwo auf der Welt eine Todesstrafe ausgesetzt wird oder ein Land diese gar abschafft, wird das Kolosseum 48 Studen lang bunt angestrahlt.

Wenn man in Rom oder Italien ist, gehört das Kolosseum auf jede Sightseeing-Liste.