Ein Kurztripp nach Warschau

Die polnische Hauptstadt an der Weichsel zählt nicht nur zu den wichtigsten Wirtschaftszentren in Mittel- und Osteuropa, sondern hat auch in kultureller Hinsicht einiges zu bieten: so wurde ihre gut erhaltene historische Altstadt als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet. Daneben faszinieren zahlreiche Theater, Museen, Kirchen und Paläste wie etwa die Johanneskathedrale und der prächtige Branicki-Palast.


Warschau


Warschau ist sowohl flächenmäßig als auch hinsichtlich der Bevölkerung die größte Stadt Polens. Auf einer Fläche von gut 500 Quadratkilometern leben rund 1,7 Millionen Einwohner. Sie ist in 18 Stadtbezirke gegliedert, von denen Śródmieście (die Stadtmitte) das eigentliche Stadtzentrum mit Verwaltungsgebäuden, Ministerien und Theatern und unzähligen Geschäften darstellt.

Das Herz Warschaus

Die Warschauer Altstadt ist ganz besonders bezaubernd: hier befindet sich zum Beispiel der große, dreieckige Schlossplatz, auf dem auch die bekannte Sigismundsäule ihren Platz hat. Seine Südseite wurde ursprünglich durch das Krakauer Tor begrenzt, von dem jedoch nur noch die gotische Brücke übrig geblieben ist. Die Ostseite bildet die Westfassade des Königsschlosses. Das prächtige Gebäude war bis zum 18. Jahrhundert Sitz der polnischen Könige und wurde im Zweiten Weltkrieg durch die deutschen Streitkräfte vollständig zerstört. In den siebziger und achtziger Jahren wurde es mithilfe von Spendengeldern mühevoll wieder aufgebaut. Vorlage für die Rekonstruktion waren die berühmten Veduten Canalettos: zwanzig Gemälde des berühmten venezianischen Malers, der 1780 in Warschau starb, befinden sich noch heute im Canalettosaal im Schloss.

Auch die Johanneskathedrale ist im Herzen der Altstadt. Die Domkirche zu Ehren Johannes des Täufers ist die älteste Kirche der Stadt. Zerstört im Zweiten Weltkrieg stellt sie heute einen gotischen Neubau der fünfziger Jahre dar.

Ebenfalls einen Besuch wert ist der Branicki-Palast, ein Mitte des 19. Jahrhunderts entstandener Neorenaissance-Palast in der Warschauer Innenstadt. Auch er wurde im Zweiten Weltkrieg während des Warschauer Aufstandes zerstört. Seit dem Wiederaufbau von 1948 bis 1950 ist er heute Sitz von staatlichen Einrichtungen wie zum Beispiel dem Standesamt.

Weitere Sightseeing-Tipps

• Der Warschauer Königsweg, der vom Königsschloss circa 10 Kilometer bis zur Stadtresidenz Wilanów führt – einer der längsten Repräsentationsstraßen der Welt.

• Die Neustadt (Nowe Miasto): sie grenzt im Norden an die Altstadt und liegt auf einer Uferdüne an der Weichsel.

• Für alle Shopping-Fans: die Nowy Świat (Neue Welt), sie ist eine beliebte Einkaufs- und Flaniermeile. Hier gibt es alles, was das Herz begehrt.

• Das Nationalmuseum Warschau an den Jerusalemer Alleen: hier kann man unter anderem eine beeindruckende Sammlung polnischer und internationaler Malerei bestaunen und sich auf die Spuren des polnischen Militärs begeben.

• Rund 30 Theater gibt es in Warschau. Besonders sehenswert ist das Nationaltheater (Teatr Narodowy), das auch die Nationaloper beherbergt.

Der Zweite Weltkrieg hat das prunkvolle Warschau stark in Mitleidenschaft gezogen. Mit viel Mühe und Liebe zum Detail wurde die Stadt zum größten Teil wieder in seinen ursprünglichen Zustand aufgebaut. Eine Reise nach Warschau lohnt sich, Sie werden sehen!

Copyright Picture: arway (Fotolia)

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