EM-Reise nach Languedoc-Roussillon

Languedoc-Roussillion

Zugegeben, der Name ist unaussprechlich, aber die Region im Süden Frankreichs ist ausgesprochen hübsch und abwechslungsreich. Frankreich steht gerade zur EM-Zeit bei Urlaubern hoch im Kurs. Wer seinen Sommerurlaub noch kurzfristig plant, für den kann Languedoc-Roussillon ein Geheimtipp sein. Auch die Nationalmannschaften der Schweiz und Italiens hat die Region überzeugt, sie haben ihr EM-Quartier in Langedoc-Roussillon aufgeschlagen. Ob die Spieler allerdings viel Gelegenheit haben, die Vorzüge der Region zu genießen, ist fraglich. Wer als Tourist mit mehr „Frei-Zeit“ ausgestattet ist, sollte folgende Highlights aufs Reiseprogramm setzen:

Montpellier: Tradition trifft auf Moderne

Die Stadt ist alt, die Menschen sind jung. Das liegt daran, dass in der Hauptstadt der Region Langedoc-Roussillon mehr Studenten als Gebürtige leben. Überhaupt mischen sich in Montpellier Tradition und Moderne. Das Stadtbild der von den Römern gegründeten Stadt wurde in den letzten Jahrzehnten mit modernen Bauten verjüngt. Das ultramoderne Rathaus aus Glas und Stahl wurde von Jean Nouvel entworfen. Das futuristische Kulturzentrum „Pierres Vives“ ist ein Werk von Zaha Hadid. Und der Designer Christian Lacroix sorgte für das Erscheinungsbild der Straßenbahnlinie 3: Glitzerfische und Seesterne tummeln sich auf den Zügen! Bei so viel Moderne sollte man nicht vergessen, durch die wunderbare Altstadt zu schlendern. Auch faszinierend: Der riesige „Aqueduc de Saint-Clément“ aus dem 18. Jahrhundert.

Canal du Midi: Eine charmante Wasserstraße

Der Canal du Midi ist eine circa 300 Jahre alte und 240 Kilometer lange Wasserstraße. Die gigantische Wasserstraße wurde in einer Bauzeit von nur 15 Jahren fertiggestellt und zieht sich quer durch Frankreichs Süden. Auf dem für die Frachtschifffahrt gebauten Kanal verkehren heute hauptsächlich Sportboote und Passagierschiffe. Einen hübschen Anblick bieten die vielen Hausboote und die schwimmenden Hotels namens „Pénichen“. Am Flussverlauf ist die Brücke im Städtchen Béziers ein besonderes Highlight. Wer sich auf den Weg nach Béziers macht, kann dort auch die monumentale Kathedrale Saint-Nazaire bewundern. Auch die berühmten Schleusentreppen von Fonserannes sollte man sich nicht entgehen lassen.  In der Sommerferienzeit passieren bis zu 60 Wasserfahrzeuge die acht Schleusen, ein Spektakel.

Carcassonne: Mittelalter pur

Carcassonne liegt am Flussverlauf des Canal du Midi. Wahrzeichen ist die mittelalterliche Festung, die  auf einem Hügel in der Altstadt liegt. Diese gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und zieht jährlich 4 Millionen Besucher an. Zu Recht, ihr Erhaltungszustand ist einzigartig. Das ist Mittelalterflair pur. Carcassonne hat aber noch mehr zu bieten. Die romanische Kathedrale Saint-Nazaire und Saint-Celce ist einen Besuch wert. Ein Gang durch das Viertel „Bastide Saint Louis“ ist ebenfalls reizvoll. Es wurde im 13. Jahrhundert streng im Schachbrettmuster gebaut. Hier findet man herrschaftliche Häuser mit schönen Fassaden und kann auf dem Platz Carnot mit seinem Neptunbrunnen verweilen. Seit dem Mittelalter findet auf diesem Platz dreimal wöchentlich der Stadtmarkt von Carcassonne statt.

Foto: Thinkstock, 467279753, iStock, Leonid Andronov

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