Felsstadt Petra – UNESCO-Weltkulturerbe der Antike

Ohne Zweifel ist die Felsstadt Petra eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten, die das Königreich Jordanien zu bieten hat. Reisende aus aller Herren Länder hat sie seit jeher in ihren Bann gezogen. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die antike Stätte vor nun mehr als zwei Jahrzehnten in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

Immer wenn es in der Vergangenheit darum ging nach dem Vorbild der Antike neue Weltwunder zu benennen, wurde auch die Felsstadt Petra ins Spiel gebracht. Unmittelbar in den rötlichen Fels des Berglandes von Edom geschlagen, tut sich das imposante Eingangsportal der Felsstadt Petra vor dem Betrachter auf und gibt beim Durchschreiten den Blick auf die dahinter gelegenen Grabmale frei.

Geschichte der Felsstadt Petra

Nur wenige Orte auf der Erde strahlen eine solche Anmut und Ruhe aus wie das antike Petra. Selbst Hollywood konnte sich der Magie der Felsstadt nicht entziehen und ließ die entscheidenden Szenen der Suche nach dem Heiligen Gral im Film „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ an gerade dieser antiken Stätte spielen. In einer kargen Wüste aus schroff und steil aufragenden Felswänden gelegen, bot Petra seinen Bewohnern und vorbeiziehenden Karawanen nicht nur Schutz vor Angreifern, sondern war dank der von Menschenhand geschaffenen Frischwasserzuleitung ein wichtiger Versorgungspunkt.

Diese infrastrukturellen Besonderheiten führten dazu, dass sich die Felsstadt zu einem florierenden Handelsplatz entwickelte. Zumal sie als wichtige Anlaufstelle auf den Handelswegen zwischen Arabien, Indien und China im Osten und den Ländern des Mittelmeers im Westen galt. Die wertvollen Güter wie Seide, Gewürze und Weihrauch verschafften der Region großen Reichtum. Petras Schicksal war letztlich eng mit eben diesem Warenhandel verbunden, so dass das Umleiten der Karawanenrouten in der Spätantike den Niedergang der Felsstadt besiegelte.

Die Wiederentdeckung des antiken Petras

Über die Jahrhunderte hinweg geriet das antike Petras in Vergessenheit und wurde erst zu Anfang des 19. Jahrhunderts von europäischen Reisenden wieder entdeckt. Eine wirkliche archäologische Bestandsaufnahme sowie Ausgrabung der Felsstadt Petra geschah jedoch erst in den 1920er Jahren. Eine ernst zunehmende touristische Erschließung der antiken Stätte vollzog sich jedoch erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auch wenn das Königreich Jordanien wohl eines der sichersten Reiseziele im Nahen Osten ist, empfiehlt es sich dennoch die Landes spezifischen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu beachten.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.