Heiß, heißer, Death Valley – Tal des Todes oder Touristenmagnet in den USA

Death Valley: Das ist für viele der Inbegriff der rauen, amerikanischen Wüste. Man denkt vielleicht noch an Western, an harte Kerle, an Goldgräber oder raubeinige und verschrobene Bewohner in fast schon Geisterstädten. Und ein paar von diesen Klischees stimmen sogar…

Mehr als eine Million Besucher jährlich wollen sich davon überzeugen und sich von der rauen und faszinierenden Landschaft einnehmen lassen, dessen größter Teil zu Kalifornien gehört und ein kleiner Teil zu Nevada. Die Höhenunterschiede im Tal des Todes sind enorm: Vom tiefsten Punkt der USA, Badwater (85,5 m unter dem Meeresspiegel) bis zum 3.368 m hohen Telescope Peak.

1933 wurde das Death Valley zum National Monument erklärt und 1994 etwas ausgeweitet zum Nationlapark. Der Park umfast zwei Täler, das Death Valley und das Panamint Valley, die jeweils von Gebirgsketten, u.a. die Panamint Range und die Black Mountains, eingeschlossen sind. Seinen Namen hat das Death Valley von einer Truppe Goldsucher, die sich 1849 mit ihrem Track hierher verirrt hatten. Tagelang irrten sie durch die Wüste und mussten ein paar ihrer Ochsen verspeisen. Als sie es schließlich verlassen konnten, drehte sich eine Frau um und sagte: „Goodbye, Death Valley.“ Dass die Siedler dabei umgekommen sind, ist übrigens nur eine Legende, die gerne den Touristen erzählt wird, aber nicht wahr ist. ;-)

Und seinen Namen hat das Tal des Todes trotzdem verdient, denn es herrscht hier eine Durchschnittstemperatur von 47° C. An einem Tag im Jahr 1913 soll das Termometer sogar einmal sogar auf 57° C geklettert sein. Das wäre die heißeste Temperatur, die jemals auf der Erde gemessen wurde. Meteorologen streiten sich aber noch um den Wahrheitsgehalt dieser Messung.

Und trotz dieser hohen Temperaturen leben hier immer noch eine kleine Anzahl von Leuten. Mittelpunkt ist die Touristenoase Furnance Creek, wo es ein Restaurant, ein Hotel, Cafés und ein Museum gibt. Aber auch in ein paar alten Goldgräberstädten gibt es noch vereinzelt Menschen, wobei die meisten Städtchen um die Minen verlassen sind. Diese geben heute nur noch zum Teil eine gute Touristenattraktion ab. Naja, wo es Rohstoffe gibt, ertragen Menschen halt auch die unwirtlichsten Bedingungen, aber eben nur solange… :-)

Das Death Valley ist eine der besterschlossensten Wüsten der USA. Alle Sehenswürdigkeiten sind mit gut befestigten Straßen zu erreichen. Die meisten Besucher fahren über die State Road 178 vom Yosemite Nationalpark nach Las Vegas. Auf diese Weise kommt man an fast allen Sehenwürdigkeiten, ohne große Umwege, vorbei: An Badwater, dem tiefsten Punkt der USA, am Artists Drive, berühmt für seine unterschidlich farbigen und bizarren Gesteinsformationen und am Devil’s Golf Course, den Besucher wegen seiner spitzen und zerklüfteten Salzstrukturen so nannten. Um nur ein paar zu nennen. Unterwegs kommt man auch immer mal wieder an den berühmten Sliding Rocks vorbei, die sich auf mysteriöse Art und Weise durch die Wüste bewegen.

Wer sich auf das Abenteuer der Hitze einlässt, wird während seiner Zeit im Death Valley in eine andere und unwirkliche Welt abtauchen.