Istanbul – Zwischen Orient und Okzident (Teil 1)

Die einzige Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten zugleich liegt, ist Istanbul. So schwingt diese faszinierende Stadt ständig zwischen Europa und Asien, Orient und Okzident, modernen und traditionellen Werten hin und her. Aber dies macht sie gerade so besonders.

Obwohl Istanbul nicht die Hauptstadt der Türkei ist, bildet sie doch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Der europäische und asiatische Teil werden durch den Bosporus getrennt und im Süden vom Marmarameer begrenzt.

Schon in der Geschichte stand die Stadt zwischen den Kontinenten und Weltreichen. 660 v. Chr. von dorischen Griechen unter dem Namen Byzanz erbaut, wurde sie 513 v. Chr vom persischen König Darius I. erobert. 324 v. Chr. verlegt Konstantin I., nachdem er das Römische Reich vereinigt hatte, seinen Kaisersitz in den Osten des Reiches und zwar nach Byzanz, das dann nach ihm in Konstantinopel umbenannt wird. Im Mittelalter war die Stadt Zentrum des Byzantinischen Reiches bis die Kreuzritter sie besetzten und plünderten. 1453 wird Konstantinopel dann osmanischer Herrschaftssitz und erlebt im 16. Jahrhundert unter Süleyman I. seine Blütezeit. Langsam entwickelt sich der Name Istanbul.

Und genau diese Mischung aus christlichen und muslimische Einflüssen prägt das heutige Stadtbild und die Lebensweise der Istanbuler. Die Frauen haben beispielsweise keine Kopftuchpflicht. Man sieht modern europäisch gekleidete Mädchen oder Türkinnen im Businesslook, neben traditionell muslimisch gekleideten Frauen.

Die Religionen leben hier tolerant miteinander. In vielen Teilen der Stadt liegen die Einrichtungen der verschiedenen Religionen dicht nebeneinander. Der Hauptteil der Bevölkerung ist muslimisch. Christen und Juden sind aber auch in großem Maße vertreten.
Am schönsten zeigt sich dieses Zusammenlebn in der Hagia Sophia. Sie war sowohl eine Kirche im Byzantinischen Reich, als auch später eine Moschee unter den Osmanen. Zwischen den muslimischen Symbolen findet man immer noch Abbildungen aus christlicher Zeit.

…Fortsetzung siehe Teil 2…

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