Kiyomihara-Palast – nur noch eine Legende

Der Kiyomihara-Palast existiert heute nur noch als Legende, denn er fungierte gerade mal 22 Jahre als Residenz japanischer Kaiser, bevor ein anderer Palast zum Hauptsitz auserkoren wurde. Daher kann heute nur noch vermutet werden, wo genau sich dieses Monument befand.

Wissenschaftler glauben, dass es sich bei dem Kiyomihara-Palast um den bis dahin größten Palast dieser Art in Japan handelte, welcher vermutlich in der heutigen Präfektur Nara lag, nahe ‚Diabutsu‚, der größten Buddhastatue der Welt.

Kiyomihara-Palast

Der Kiyomihara-Palast war von 672 bis 694 der Sitz der japanischen Kaiser Temmu-tennō und Jitō-tennō. Doch bereits 672 verlegte Temmu-tennō den kaiserlichen Palast von Ōmi-kyō zurück nach Asuka-kyō.

Nach seinem Tod 686 herrschte Jitō von dort aus noch weitere acht Jahre, bevor er einen Umzug in die 2,5 km nordöstlich gelegene, neue Hauptstadt Fujiwara-kyō anordnete.

Kiyomihara – Architektur

Archäologischen Funden zufolge besaß der aus Holz gefertigte Kiyomihara-Palast bereits eine Audienzhalle sowie verschiedene Zimmer für geschäftliche Angelegenheiten. Des weiteren schien er bereits über ein funktionierendes Entwässerungssystem verfügt zu haben.

Bei Ausgrabungen entdeckte man einen außergewöhnlich geformten Steinbrunnen, der vermutlich das Abbild des Berges Meru aus der buddhistischen Mythologie darstellt.

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