Marrakesch – Stadt aus 1001 Nacht

Ohne die Stadt Marrakesch hätte Marokko nicht seinen Namen. Die frühere Bezeichnung „Mraksch“, was soviel heißt wie „die Stadt“, wurde im Laufe der Jahre in den Namen des ganzen Landes umgewandelt.

Marrakesch… Das ist für viele der Traum von arabischen Nächten schlechthin. Und sie haben recht. Manchmal werden Träume eben doch war. (Also bedingt natürlich… ;-) )

Jahrtausende lang war Marrakesch nur ein Umschlagspunkt für Karawanen. Doch um 1000 n. Chr. herum fing die Berberdynastie der Almoraviden an den Ort als idealen Truppenstützpunkt für sich zu entdecken und im Jahr 1062 errichteten sie die ersten Häuser und eine Moschee. Nach und nach bauten sie Marrakesch als Hauptstadt ihres Reiches aus, das sich bis nach Andalusien erstreckte. Aus dieser Zeit ist nur noch die Stadtmauer, die man heute noch bewundern kann, erhalten.

Verschiedene Sultane und deren Dynastien kamen und gingen über die Jahrhunderte hinweg und haben Marrakesch zu einer prächtigen Stadt werden lassen.

Heute gehört die Altstadt zu recht zu der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Das Minarett der Koutoubia-Moschee aus dem 12. Jahrhundert ist das Wahrzeichen der Stadt und damit das meist fotografierte Denkmal.

Unter vielen anderen prächtigen Bauwerken, ist der Bahia Palast sehr sehenswert. Auch wenn er erst um 1900 erbaut wurde, kann man sich seinem orientalischen Charme kaum erntziehen. Die reich bepflanzten Gärten und die über 160 Zimmer laden ein, längere Zeit dort zu verweilen.

Einen Stadtrundgang beginnt man am besten auf dem Platz Djemaa el Fna. Hier unterhalten Akrobaten, Geschichtenerzähler, Gaukler usw. die Menschen bis spät in die Nacht. Zahlreiche Essensstände versorgen Hungrige mit orientalischen Köstlichkeiten.

In dem Labyrinth aus engen Gassen finden sich zahllose kleine und große typisch orientalische Souks, auf denen gefeilscht und gehandelt wird.

Marrakesch, besonders die Altstadt, entführt einen mit ihrem orientalischen Flair sofort in ein Märchen aus 1001 Nacht.