Nationalpark Göreme in der Türkei – Höhlensiedlung der frühen Christen

Mitten in der Türkei erstreckt sich eine Landschaft, die moderne Architekten nicht besser hätten gestalten können. Vor über tausend Jahren (teils schon im 4. Jahrhundert) haben sich hier, in Göreme, die frühen Christen angesiedelt um sich einem Leben in Konzentration und Abgeschiedenheit zu widmen. Ihre Stadt haben sie einfach in den Fels gebaut.

Und dies so kunstvoll, dass es heute noch etlichen Besuchern die Sprache verschlägt, wenn sie nach Göreme kommen.

Der Nationalpark Göreme mit dem gleichnamigen Stadtzentrum liegt in der Türkei, genauer gesagt, in Kappadokien. Die Landschaft sticht einem schon von Weitem ins Auge, denn diese ist von merkwürdig geformten Tuffsteinformationen geprägt, die sich im Laufe von Millionen von Jahren durch Wasserläufe und Vulkanausbrüche bildeten. Der Tuffstein ist unterschiedlich hart und an manchen Stellen bereits ausgehöhlt (sog. Feenkamine). Dies haben sich frühe Siedler zu Nutze gemacht und ihre Behausungen einfach in den Stein gehauen.

Diese Siedlungen waren für die ersten Christen ein Zufluchtsort für ein andächtiges Leben und natürlich auch Schutz vor ihren Feinden, seien es nun Perser, Araber oder Römer. Im Laufe der Jahre gelang es ihnen sich hier eine ganze Stadt im Fels zu errichten, die kunstvoller nicht hätte sein können.

In den Wohnanlagen im Gestein fanden lange Zeit mehrere tausend Menschen Platz. Diese Anlagen waren teilweise sogar bis zu zehn Stockwerke tief in den Fels gehauen. Küchen, Lager, Schlafsäle, ja sogar Tierställe und Leichenhallen mit Belüftungsschächten boten den Siedlern ausreichend Platz. Zudem bauten sie natürlich noch Kirchen und Kapellen, die sie reich verzierten, was man heute noch sehen kann.

Da die Farben aber sehr empfindlich sind, ist Fotografieren auf der gesamten Anlage von Göreme, was heute zum größten Teil ein Freilichtmuseum ist, strengstens verboten.

Die letzten Siedler verließen die Höhlenstadt von Göreme übrigens erst in den 1920er Jahren. Seit 1985 ist das Gebiet UNESCO-Weltkulturerbe.

Ein unvergessliches Erlebnis und eine Reise in eine andere Welt!

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