Pflegekräfte aus Osteuropa

Opa kommt nicht mehr alleine zurecht. Die einkommensstarke Tochter mit Mann und zwei Kindern leben in einem geräumigen Haus. Niemand hat Zeit sich um Opa zu kümmern. Opa zieht ins Haus, eine Osteuropäerin wird eingestellt, wohnt im Haus und alles wird gut!

Haben wir den Pflegenotstand?

Experten bejahen diese Frage, Klinikleitungen sehen dies anders. Fakt ist, dass wir nicht genügend Pflegekräfte haben, die der jetzigen Situation gegenüberstehen.
In den Klinken wird inzwischen nach Aufnahme, Diagnostik und Therapie schnell entlassen.

Istzustand

Überalterung ist das Schlüsselwort. Vor Jahren haben Experten bereits darauf hingewiesen, jedoch ist auf politischer Ebene nichts passiert. Mehr und mehr Menschen sind in hochbetagtem Alter alleine bzw. haben Angehörige, die aufgrund ihrer Pflichten, wie Berufstätigkeit und eigener Familie, nicht die Zeit haben, sich zu kümmern.

Finanzierung

Nicht geklärt ist, wie alte hilfsbedürftige Menschen ihre notwendige Unterstützung finanzieren können. Ohne Frage möchten viele Angehörige ihre alternden Verwandten aufnehmen und versorgen. Es ist schwierig eine Pflegestufe eingeräumt zu bekommen bzw., dass diese entsprechend finanziert wird. Zu bedenken ist, dass z.B. mit 450 Euro bei Pflegestufe 1 die Kosten nicht wirklich abgedeckt werden können. Das gilt auch für die weiteren Pflegestufen.

Pflegekräfte aus Osteuropa

Es ist bekannt, dass diese günstiger sind, um nicht zu sagen billiger als Pflegekräfte aus dem Westen. So ist es nur verständlich, dass diese mehr und mehr angestellt werden. Sie nehmen persönlich viel in Kauf – weite Anfahrten, keine Lobby, keine Sicherheiten. Bekannt ist, dass neben Fachwissen eine größere Herzlichkeit zu erwarten ist, als bei einheimischen Pflegekräften. Es ist nicht zu unterschätzen, was diese Pflegekräfte auf sich nehmen, um Arbeit zu haben.

Fazit

Sicher werden wir die osteuropäischen Pflegekräfte weiterhin benötigen. Das Problem mit immer mehr pflegebedürftigen hochbetagten Menschen wird nicht anders zu bewältigen sein. Die Politik sollte sich diesem Problem endlich widmen und die Gesetzgebung entsprechend ändern.

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