Was Sie beim Feilschen auf einem Basar beachten sollten

Ob in Asien, Nord-Afrika oder woanders auf der Welt – wer auf einem Basar einkaufen möchte, der sollte sich ein bisschen mit den Regeln beim Verhandeln und Feilschen auskennen. Zum einen möchte man nicht zu viel für etwas bezahlen, zum anderen aber auch nicht den Verkäufer beleidigen. Auch sollten Sie sich nicht unbedingt Dinge aufschwatzen lassen, die Sie ursprünglich gar nicht kaufen wollten. Worauf es beim richtigen Feilschen ankommt, lesen Sie hier.

Was Sie beim Feilschen auf einem Basar beachten sollten

Gekonnt feilschen – aber wie?

Auf den meisten Basaren gehört Feilschen zum guten Ton. Es gehört einfach dazu, wenn man an einen Stand herantritt und etwas kaufen möchte. Gerade in der arabischen Welt ist Fleischen eine Tradition, der sich nur gänzlich Unwissende entziehen. Wichtig dabei ist allerdings, viel Geduld und ein gutes Verhandlungsgeschick mitzubringen. Ansonsten kann man schnell als touristisches Greenhorn entlarvt und zur Kasse gebeten werden. Für Touristen gilt deshalb:

– Gehen Sie nie am ersten Urlaubstag mit Kaufabsicht auf einen Basar. Gewöhnen Sie sich erst einmal an den Trubel, den Lärm und die vielen Menschen, die zusammen eine Reizüberflutung ergeben, die nur noch wenige klare Gedanken zulässt.

– Suchen Sie sich zunächst einen kleineren Laden aus, der vielleicht in einer Straße neben dem Basar liegt, um Ihre ersten Feilsch-Kenntnisse zu sammeln.

– Zeigen Sie nie sofort Ihr Interesse an einem Gegenstand, sondern wirken Sie zunächst leicht desinteressiert. Gucken Sie sich ein paar Dinge an, heben Sie die Gegenstände hoch und stellen Sie sie wieder ab. Schon hier beginnt das gekonnte Taktieren.

– Ob Sie tatsächlich Interesse an etwas haben, merken Verkäufer auf Basaren sehr schnell – hier ist Leugnen zwecklos. Wichtig ist aber, dass Sie mit Ihrem Verhalten und Ihren Blick klar machen, dass Sie nicht bereit sind jeden Preis für den Gegenstand zu zahlen.

– Bleiben Sie immer Fair. Vergewissern Sie sich auch beim Handeln, immer Ihrer Position und der des Verkäufers. Das bedeutet nicht aus Mitleid viel zu viel für etwas zu bezahlen, sondern den Wert des Gegenstandes und der Herstellung anzuerkennen und zu schätzen. Respekt und Fairness gehören auf einen Basar mit dazu.

Die richtige Preisverhandlung

Bei den Preisverhandlungen kommt es natürlich zum einen darauf an, wie viel Ihnen Ihr Wunschgegenstand wert ist und zum anderen, wie hoch der Preis dafür angesetzt ist. In der Regel kann man davon ausgehen, dass viele Händler bereits mit der Hälfte des ursprünglichen Preises zufrieden sind. Das bedeutet für Sie, den Preis erst einmal unter der Hälfte anzusetzen, wenn Sie hart bleiben wollen.
Anschließend wird der Verkäufer mit viel Theatralik darauf aufmerksam machen, wer alles an diesem Verkauf mitverdienen muss. Hinzu kommt, dass sich die Händler viel Zeit lassen beim Verhandeln. Es wird bewusst auf Zeit gespielt und dabei versucht eine nette und freundliche Atmosphäre aufzubauen. Das hat vor allem den Grund, dass die Händler damit beim potentiellen Käufer ein schlechtes Gewissen hervorrufen wollen, wenn dieser dann doch nichts kauft.

Nicht um jeden Preis feilschen

Die Händler auf Basaren wissen, dass Touristen in der Regel über mehr finanzielle Mittel verfügen als sie selbst und außerdem im Urlaub häufig in Spendierlaune sind. Diesen Punkt sollten auch Sie berücksichtigen. Generell sind Gegenstände auf einem Basar auch dann noch billig, wenn Sie einen etwas höheren Preis zahlen als nötig. Bedenken Sie auch, dass ein Verkäufer einen Gegenstand nie unter seinem tatsächlichen Wert verkaufen würde. Wer mit Höflichkeit und Respekt in die Verhandlung geht, wird zum einen nicht wirklich zu viel für etwas bezahlen und zum anderen auch den gleichen Respekt zurückbekommen. Und denken Sie daran: Wenn Ihnen an einem Stand etwas wirklich gefällt, verschieben Sie die Entscheidung nicht auf später, denn die Gefahr den Händler nicht wieder zu finden, ist auf einem großen Basar nicht gerade klein.

Bildrechte: Luciano Mortula – Fotolia

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