Tiere in Menschenwelten: das einzigartige Konzept des Erlebnis-Zoos Hannover

Tiger im Palast und Pinguine im Hafen – der Erlebnis-Zoo Hannover verfolgt ein in Deutschland bisher einzigartiges Konzept: die Tiere leben in Kulissen. So wird der Tierpark zum Theater, in dem auch die Besucher mitspielen.


Kleiner Eisbär


Der Zoo Hannover ist mit seiner Gründung im Jahr 1865 der fünftälteste Zoo Deutschlands. Heute besteht er aus sieben sogenannten Erlebniswelten, die für die „Expo 2.000“ erbaut wurden. Spätestens seitdem zählt der Zoo zu den beliebtesten Freizeitparks in der Region. Auf 22 Hektar kann man 211 Tierarten und insgesamt rund 2.180 Tiere beobachten.

„Sambesi“, „Yukon Bay“ und „Dschungelpalast“

In den verschiedenen Themenbereichen des Zoos wird man als Besucher scheinbar in den natürlichen Lebensraum der Tiere versetzt – ganz ohne Gitter und Käfige. Auf einem etwa fünf Kilometer langen Entdeckungspfad kann man auf Erkundungstour durch die einzelnen Bereiche gehen.

Die „Sambesi“-Landschaft ist der afrikanischen Savanne nachempfunden: hier schlängelt sich ein künstlich angelegter Fluss an Giraffen, Löwen, Zebras und Flusspferden vorbei, die von Besuchern von seilgeführten Booten aus entdeckt werden können. Da sieht man am Ufer beispielsweise auch typische Rotschnabelenten, rosa Flamingos und Kuhreiher. In der ebenfalls zum Themenbereich gehörenden nordafrikanischen Wüstenanlage mit Kasbah-Kulisse, die an die Festungen und Burgen der historischen Altstädte Algiers erinnert, flitzen seltene Mendesantilopen umher, während afrikanische Esel die Sonne genießen.

In eine ganz andere Kulisse entführt die kanadische Erlebniswelt „Yukon Bay“, die in Zusammenarbeit mit dem Yukon-Territorium im Nordwesten Kanadas entstand. Von Eisbären und Waschbären über Rentiere, Bisons und Präriehunde bis hin zu Schneeeulen und Pinguinen gibt es hier an einer Wolfsschlucht, am Flusslauf und in der Kulisse einer typisch kanadischen Hafenstadt eine herrlich bunte Tiervielfalt. In der dazugehörigen Unterwasserwelt kann man hautnah Kegelrobben und Pinguine unter Wasser beobachten.

Der „Dschungelpalast“ stellt den Palast des indischen Maharadschas Bakhat dar, der nach dessen Tod wieder vom Dschungel und seiner Tierwelt zurückerobert wurde. Kernstück dieser Erlebniswelt sind eine große Elefantenanlage und die heiligen indischen Tempelaffen, die im edlen Palast herumklettern. Ganz in der Nähe des Prunksaals findet man die mächtigen Tiger. Wer dem Entdeckerpfad durch den Palast folgt, stößt auch auf Leoparden, Pythons und Hanuman-Affen.

Ein „Mitmach-Zoo“ für die ganze Familie

Insbesondere für Familien mit Kindern gibt es immer etwas zu entdecken: täglich finden von den Wärtern kommentierte Fütterungen statt und es gibt bis zu acht Tier-Shows am Tag. Die Kleinen kommen im Streichelzoo auf ihre Kosten. Neben einem Dschungel- und Evolutionspfad, auf denen sich Groß und Klein in eine völlig andere Welt begeben können, gibt es auch eine begehbare Pelikan- und Känguruanlage – näher kann man den Tieren kaum sein!

Wilde exotische Tierwelt in Norddeutschland

Das außergewöhnliche Konzept des Zoos geht auf: die ganze Familie kann hier hautnah Tiere aus aller Welt in einer so interessanten wie nahezu barrierefreien Umgebung entdecken und aktiv am Geschehen teilhaben. Der Zoo Hannover macht seinem Namen als „Erlebnis-Zoo“ alle Ehre.

Anfahrt

Der Zoo befindet sich verkehrsgünstig direkt am Stadtwald „Eilenriede“ in der Innenstadt von Hannover. Beachten Sie: er liegt mitten in der Umweltzone – bei der Anreise mit dem Auto dürfen Sie also nur mit einer grünen Plakette bis in die Innenstadt fahren. Für alle anderen gibt es Park & Ride Plätze. Öffentliche Verkehrsmitteln: mit den Buslinien 128 und 134 Richtung „Zoo“ ist man vom Hauptbahnhof aus in zehn bis 15 Minuten am Ziel.

Foto: bierchen (Fotolia)

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