Urlaub auf hoher See: Wie sicher ist eine Kreuzfahrt?

Meterhohe Wellen, weit und breit kein Land in Sicht und unter dem Bug die beeindruckende und beängstigende Dunkelheit des Ozeans – wenn da etwas passieren sollte …! Eine Reise auf dem Meer mit einem Kreuzfahrtschiff ist für die einen eine absolute Traumvorstellung, für die anderen ein unnötiges Sicherheitsrisiko. Dabei ist eine Hochseekreuzfahrt statistisch gesehen viel ungefährlicher als die Autofahrt zum Hafen, sogar ein Linienflug ist gefährlicher. Erfahren Sie hier, wie sicher eine Fahrt auf einem Giganten der Meere von Kreuzfahrtanbietern wie Cruisestar.de tatsächlich ist.

Wer vor Kreuzfahrten aus Sicherheitsgründen zurückschreckt, hat sicherlich Bilder vom Untergang der Titanic 1912 oder der Havarie der Costa Concordia 2012 vor Augen, bei der die Evakuierung total chaotisch verlief – daraus hat man gelernt. Beide Schiffsunglücke wurden durch menschliches Versagen verschuldet und nicht etwa, weil die Technik versagt hätte. Ein Schiff, egal wie groß es ist, geht nicht einfach so unter, genauso wenig wie ein Flugzeug nicht einfach so vom Himmel fällt.

Globale Sicherheitsstandards sorgen für Sicherheit an Bord

Schiffe von TUI Cruises, AIDA und MSC erfüllen alle die strengen Anforderungen des internationalen Abkommens „Safety of Life at Sea“ (SOLAS), das für den Schutz des menschlichen Lebens auf See steht. Dahinter steckt die „International Maritime Organization“ (IMO) der UN-Schifffahrtsbehörde.

Einer der größten Ängste besteht im Mangel an Rettungsbooten. Durch die beschriebenen SOLAS-Anforderungen müssen alle Kreuzfahrtschiffe über regelmäßig gewartete Rettungsboote, Rettungsflöße und lebensrettende Ausrüstung verfügen – die Kapazität muss dabei größer sein als die zugelassene Gesamtpassagierzahl. Es gibt demnach ausreichend Rettungsboote für alle!

Geschultes Personal weiß, was zu tun ist

Moderne Kreuzfahrtschiffe wie die „Independence of the Seas“ werden aufgrund ihrer Ausmaße von 339 Metern Länge, 56 Metern Breite, 14 Stockwerken und Platz für 3.600 Passagiere als schwimmende Städte bezeichnet. Was viele nicht wissen: Auf einem Kreuzfahrtschiff kommt auf drei Passagiere etwa ein Besatzungsmitglied. Je luxuriöser das Schiff, desto größer ist meist die Crew. Sie kümmert sich nicht nur um den Service, die Verpflegung und das Entertainment, sie sorgt sich im unwahrscheinlichen Notfall auch um die Sicherheit der Passagiere. Damit im Ernstfall alles klappt, werden Notfallsituationen wie die zügige Räumung des Kreuzfahrtschiffes immer wieder geübt.

Obligatorische Seenotrettungsübung

Gleich zu Anfang einer Kreuzfahrt gibt es immer eine verpflichtende Seenotrettungsübung, damit jeder Passagier an Bord genau weiß, wie er sich im Notfall zu verhalten hat. Der Ablauf ist folgendermaßen: Sie müssen sich eine Lebensrettungsweste schnappen, zum zugeteilten Deck laufen und sich dort mit dem persönlich zuständigen Crewmitglied treffen. Dieser gibt eine allgemeine Einweisung in die Sicherheitsvorschriften und erklärt Verhaltensregeln bei Feuer, Unwetter und Evakuierung. Natürlich beantwortet er Fragen, zeigt den Passagieren die Fluchtwege, den korrekten Umgang mit der Lebensrettungsweste, erklärt wie ein Appell funktioniert und wie man ins zugeteilte Rettungsboot oder in das Rettungsfloss kommt.

Sind alle Schotten dicht?

Sollte bei einer etwaigen Kollision mit einem anderen Schiff, Eisberg oder ähnlichem das Kreuzfahrtschiff Schaden nehmen und Meerwasser eindringen, verhindern massive wasserdichte Türen, sogenannte Schotten, dass immer mehr davon eindringt und das Schiff untergeht. Ein Kreuzfahrtschiff ist stets in mehrere Sektionen unterteilt, die durch Schotten abgegrenzt sind. Sie werden elektrisch oder per Handkurbel bedient. Die einwandfreie Funktion der Schotten wird regelmäßig durch Sicherheitsinspektionen geprüft – je schneller sie im Notfall zufahren, desto besser. Übrigens: Während der Fahrt auf See müssen alle wasserdichten Türen in den Unterdecks geschlossen sein, so schreiben es die Anforderungen der SOLAS-Konvention ausnahmslos vor.

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