Venezuela – der grüne Staat an der Karibikküste

Dschungel, Strände, Anden und der Salto Angel, der höchste Wasserfall der Welt – Venezuela ist ein Traumziel für viele Fernreisende. Nicht zuletzt ist auch seine Hauptstadt, die Millionenmetropole Caracas, eine Reise wert. Beim Entdecken der Schönheiten des Landes sollten Reisende jedoch mit Vorsicht unterwegs sein.

Venezuela Regenwald

Die grüne Oase, von malerischen Gebirgen durchzogen

Der südamerikanische Staat Venezuela an der Karibikküste grenzt an Brasilien, Kolumbien und Guyana. 39 Prozent der Gesamtfläche ist bewaldet, 20 Prozent besteht aus Wiesen- und Weideland. Die Gipfel der venezolanischen Anden sind bis zu 5.000 Meter hoch. Der höchste Berg, der Pico Bolívar, erreicht stolze 4.981 Meter – sein Gipfel ist das ganze Jahr über mit Schnee bedeckt. Die zerklüfteten Gebirgszüge entlang der Kolumbianischen Grenze sind nur sehr dünn besiedelt. In den Tälern lebt jedoch ein großer Teil der Bevölkerung. Hier sind auch Landwirtschaft und Industrie angesiedelt, Kaffee, Kakao und Zuckerrohr wird angebaut.

Die Geheimnisse des Dschungels – ein Paradies im Nirgendwo

Der venezolanische Dschungel besticht mit einer großen Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Nicht umsonst ist er eines der artenreichsten Gebiete der Welt. Neben Aras, Wasserschweinen und Kolibris ist hier auch die Anakonda beheimatet. Die Riesenschlange kann über acht Meter lang werden und hält sich am liebsten in Gewässern auf.

Ein absolutes Muss für jeden Touristen: der Salto Angel – er ist mit 979 Metern Fallhöhe der höchste freifallende Wasserfall der Welt. Zu finden ist er im Nationalparks Canaima im Südosten des Landes, inmitten des venezolanischen Urwalds. Touristen können ihn bei einer etwa eintägigen Bootstour von Canaima aus erkunden. Die Lagune von Canaima, wo die Besichtigungstour startet, kann am besten mit dem Flugzeug erreicht werden. Der Weg ist also nicht ganz unbeschwerlich, bei der Aussicht auf den gigantischen Wasserfall ist die Mühe jedoch schnell vergessen – wenn nicht ein paar Wolken den Blick auf den Wasserfall trüben.

Venezuelas Küste: Palmenstrände satt

Die Küste von Venezuela ist insgesamt rund 2.800 Kilometer lang – hier reiht sich Traumstrand an Traumstrand. Besonders schön sind die Strände im Nationalpark Morrocoy im Osten von Falcón und im Mochima-Nationalpark, wo es auch mehrere kleine Inseln gibt. Hier kann man wunderbare Bootstouren unternehmen und beim Schnorcheln und Tauchen die Korallenriffe und -bänke mit den vielen verschiedenen, farbenprächtigen Fischen erkunden. In der Dämmerung kann man manchmal sogar Delfine beobachten.

Caracas

Die Hauptstadt und Millionenmetropole Venezuelas liegt im Norden und hat rund 5,8 Millionen Einwohner. Sie gilt als das Kultur- und Wirtschaftszentrum des Landes. So abwechslungsreich, lebendig und eindrucksvoll die Stadt ist, so spiegelt sie doch leider auch die sozialen Probleme Venezuelas wieder. Doch herrscht hier eine besondere Mentalität: man spürt den Willen der Menschen, das Leben so zu nehmen wie es ist und das Beste aus jeder Situation zu machen.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Caracas:

  • – Paseo de Los Próceres: ein schöner Park mit Wasserspielen zu Gedenken an die Unabhängigkeitskämpfer Venezuelas
  • – Seilbahn: von der Gondel aus haben Sie einen unvergesslichen Blick auf die ganze Stadt
  • – Kathedrale von Caracas: eine herrlich südamerikanische Kathedrale im Herzen der Stadt mit einem sehenswerten Innenraum

Sicherheitshinweise für Touristen

In Venezuela ist die Kriminalitätsrate hoch. Auch außerhalb der Großstädte ist mit Gewaltkriminalität zu rechnen. Erkundigen Sie sich daher vor Ausflügen ohne einen einheimischen Reiseleiter stets, welche Orte Sie besser nicht aufsuchen sollten. Zudem sollten Fahrten bei Dunkelheit möglichst vermieden werden. Führen Sie keine Wertgegenstände und hohen Geldbeträge mit sich. Weiter Reiseinfos bekommen Sie auch beim Auswärtigen Amt.

Bild: chris74 (Fotolia)

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