Matmata – Höhlendörfer der Berber

Im Süden Tunesiens beginnt bereits die Sahara und wenn man die Wüste so sieht, kann man sich nur schwer vorstellen, dass Menschen hier leben und vor allem auch noch sesshaft werden. Doch durch einen einfachen und ebenso genialen Trick haben es auch hier Menschen geschafft sich eine angenehme Behausung zu errichten.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Touristenattkraktion Nr. 1 in Tunesien die Höhlendörfer der Berber, der Troglodyten („Höhlenbewohner“), allen voran Matmata sind. Mitten in einer Landschaft die von kargen Bergen und vor allem der Wüste dominiert wird und wo das Klima entweder extrem heiß oder wahnsinnig kalt ist, haben sich einst, Schätzungen tippen sogar auf die Zeit der Phönizier vor 3000 Jahren, Berberstämme angesiedelt.

Das Problem des der Hitze und der Kälte lösten sie geschickt dadurch, dass sie ihre Behausungen einfach in Höhlen in die Berge bauten. So ist es tagsüber angenehm kühl und nachts wird die Wärme gespeichert.

Heute sind nur noch wenige dieser Höhlen bewohnt, da es mit der unter anderem mit der Wasserversorgung immer schwieriger wird, und die paar, die es noch sind, kann man gegen ein kleines Trinkgeld für die Besitzer besichtigen. Die meisten Bewohner haben sich ein moderneres Dorf daneben errichtet, wo es auch Restaurants gibt.

Besonders beeindruckend ist es, wenn man in einem der Höhlenhotels übernachtet. Diese befinden sich direkt mitten den eigentlichen Wohnhäusern, die jeweils 2-stöckig um einen Innenhof herum gruppiert sind.

Und auch Hollywood hat sich von der faszinierenden Kulisse und Lebensweise in Matmata anstecken lassen, denn in dem Dorf selbst und der näheren Umgebung hat George Lucas „Star Wars“ gedreht. In diesen Höhlen lebte beispielsweise Luke Skywalker mit seinem Onkel und seiner Tante. ;-)

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