Stonehenge – Sagenumwobene Steinkreise

Stonehenge ist eine vorgeschichtliche kreisförmige Steinsetzung, die sich in einer Ebene ca. 13 km nördlich von Salisbury im südlichen Westen Englands befindet. Der sagenumwobenen Steinkreis ist das bedeutendste prähistorische Bauwerk in ganz Europa.

Stonehenge wurde in der Jungsteinzeit begründet und wurde bis mindestens in die Bronzezeit genutzt und ist Englands berühmtestes Megalithmonument. Die Anlage besteht aus mehreren Steinkreisen und wurde 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Stonehenge – Wie ist es entstanden?

Archäologische Ausgrabungen im 20. Jahrhundert gaben verlässliche Informationen zum Alter und zur Entstehung des Bauwerkes, die es nun ermöglichen, genauere Aussagen über die Merkmale und Bauphasen zu geben.

Das in England befindliche Stonehenge wurde in unterschiedlichen Phasen errichtet. Man geht davon aus, dass zunächst ein Steinkreis errichtet wurde, der zu zeremoniellen Zwecken genutzt wurde. Dieser war von einer Wall- und Grabenanlage umgeben. Etwa um 2200 v. Chr. wurden die 32 Blausteine aus Wales zum Standort gebracht. Die Errichtung erstreckte sich insgesamt über 2000 Jahre.

Es kann zweifellos angenommen werden, dass die sagenumwobene Anlage von einem Volk errichtet wurde, das weitumfassende Handelsverbindungen hatte und zwischen 1600 und 1300 v. Chr. seinen Wohnort in dieser Region errichtete. Gegen Ende der Bronzezeit hat das Bauwerk seine ursprüngliche Bedeutung als Begräbnisstätte verloren.

Wozu wurde die Steinkreis-Anlage genutzt?

Unter anderem könnte die Steinkreis-Anlage zur Bestimmung der Sommer- und Wintersonnenwende verwendet worden sein. Weiterhin kann die Anlage dazu benutzt worden sein, um das Frühlings- und Herbstäquinoktium (Tagundnachtgleiche) sowie Mond- und Sonnenfinsternis zu ermitteln. Eventuell wurde es auch zur Vorhersage der Jahreszeiten verwendet, wobei es eine Art Kalenderfunktion hatte.

Weiterhin könnte es als Stätte für religiöse Zeremonien genutzt worden sein, wobei Sonne und Mond eine große Rolle gespielt haben. Die Kreisform könnte dabei der Darstellung des Lebenskreislaufs gedient haben.

Die Rolle der Druiden

Annahmen, dass Druiden Steinkreise erbauten und als Tempel für ihre Rituale nutzten, kamen vor ca. dreihundert Jahren auf und hielten sich sehr lange. Mittlerweile wurde diese These jedoch widerlegt, da die Steinkreise zur Zeit der Druiden bereits 2000 Jahre alt und wahrscheinlich schon Ruinen waren.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Druiden ihr Wissen über Naturereignisse von den Erbauern der Steinkreis-Anlage erlangt haben.