Budapest: Das Burgviertel auf dem Burgberg

Das Burgviertel in Budapest ist Teil des Weltkulturerbes der ungarischen Hauptstadt und befindet sich auf dem Burgberg auf der Budaer Seite der Stadt. Die zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten sowie diverse Cafés und Plätze sorgen für eine ganz besondere Atmosphäre und laden zum Spazieren und Verweilen ein.


Die meisten Touristen assozieren mit dem Burgberg in erster Linie den Burgpalast, doch auch das historische Burgviertel bietet mit seinen überwiegend barocken Gebäuden allerlei Sehenswertes. Es handelt sich dabei um eine weitgehend autofreie Zone, welche sich am besten mit dem Minibus, der U-Bahn oder mit der Standseilbahn erreichen lässt. Das Zentrum bildet der Dreifaltigkeitsplatz, an dem sich auch die erste Kirche Budapests, die Matthiaskirche befindet, welche genau wie der Burgpalast aus dem 13. Jahrhundert stammt. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe liegt die Fischerbastei, welche eine hervorragende Aussichtsplattform bietet, von der aus man über die Donau hinüber nach Pest sehen kann. Weitere Sehenswürdigkeiten im Burgviertel sind das Wiener Tor, der Ehrenplatz sowie die Herrengasse, welche allesamt für das unvergleichliche Flair dieses alten Stadtkerns sorgen.

Wiener Tor – Der Zugang zum Burgviertel

Das Wiener Tor bildet einen der Hauptzugänge zum Burgviertel und wurde 1936 anlässlich des 250. Jahrestages der Befreiung Budas von den Türken an der Stelle des einstigen Samstag-Tors wieder aufgebaut. Eine Gedenktafel im Inneren des Tors erinnert an die vielen Soldaten, die ihr Leben opferten, um Buda vom osmanischen Reich zu befreien.

Der Dreifaltigkeitsplatz

Über eine der ältesten Straßen des Burgviertels, der Táncsics Mihály utca, benannt nach einem ungarischen Schriftsteller, gelangt man vom Wiener Tor zum Dreifaltigkeitsplatz. In der Mitte des Platzes befindet sich die Dreifaltigkeitsstatue, eine barocke Pestsäule aus dem 18. Jahrhundert. Begrenzt wird der Platz vom alten barocken Rathaus Budapests sowie der Matthiaskirche.

Die Fischerbastei

Bei Touristen besonders beliebt ist die, an der Nordseite der Matthiaskirche gelegene, Fischerbastei, welche ein im neoromanischen Stil errichtetes Bauwerk darstellt, von dem aus man einen atemberaubenden Ausblick über den Berg, die Donau und die Stadt genießen kann.

Der Ehrenplatz

Der einstige Paradeplatz liegt im südlichen Teil des Burgviertels und diente im Mittelalter als Marktplatz. Umrahmt von überwiegend im barocken und klassizistischen Architektur-Stil errichteten Bauten, beherbergt der Ehrenplatz das Honvéd-Standbild, welches 1893 von György Zala in Erinnerung an die Freiheitskämpfe von 1848/49 erbaut wurde. Außerdem befindet sich hier das Burgtheater, in dem am 15. Oktober 1790 das erste Bühnenstück in ungarischer Sprache aufgeführt wurde. Ebenso findet man am Ehrenplatz den Sándor-Palast, welcher 1806 für den Grafen Vincent Sándor erbaut wurde und seit 2003 den Sitz des ungarischen Staatspräsidenten darstellt.

Die Herrengasse

Die Geschichte der Herrengasse, der Úri utca, geht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Reiche Kaufleute und Adlige ließen hier ihre Stadthäuser erbauen. Ursprünglich wurde die Straße durch romanische, gotische und barocke Gebäude geprägt, bevor sie während der Türkenkriege fast vollständig zerstört und anschließend größtenteils im barocken und klassizistischen Stil wieder aufgebaut wurde.